Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Boltersen
Ortsbrandmeister Sven Schröder eröffnete die Jahreshauptversammlung der Feuerwehr Boltersen am 02.05.2026 um 20 Uhr im Dorfgemeinschaftshaus Rullstorf und begrüßte die Mitglieder der Einsatzabteilung, der Alters- und Ehrenabteilung, Gäste aus Politik und Verwaltung, Vertreter benachbarter Feuerwehren sowie einen Kameraden, der per Live-Stream an der Veranstaltung teilnahm.
In seinem Jahresbericht stellte der Ortsbrandmeister zunächst die wichtigsten Zahlen des Berichtsjahres vor: 38 Kameradinnen und Kameraden in der Einsatzabteilung, 14 Kinder in der Kinderfeuerwehr, 15 Jugendlichen in der Jugendfeuerwehr, 8 Mitgliedern in der Alters- und Ehrenabteilung und 116 Fördernde Mitglieder, 3.788 Gesamtstunden und eine Verdoppelung der Einsätze zum Vorjahr auf 36 Einsätze, davon 23 Brandeinsätze, 11 technische Hilfeleistungen und zwei Einsätze im Rahmen von Brandsicherheitswachen. 14 einsatzbereite Atemschutzgeräteträger, 20 verfügbare LKW-Fahrer sowie acht ausgebildete Mobile Retter ergänzen die Angaben.
Im Berichtsjahr stand die Ausbildung am neuen Löschfahrzeug LF 20 KatS im Vordergrund. Zusätzlich nahmen die Mitglieder der Einsatzabteilung an Lehrgängen, Zugübungen und Führungskräftefortbildungen teil. Beim O-Marsch in Oldendorf /Luhe belegte die Gruppe aus Boltersen den 2. Platz. Auch in der Dorfgemeinschaft und bei Veranstaltungen ist die Wehr eine große Stütze. Der Erlös der Weihnachtstombola kam der Kinderfeuerwehr Boltersen sowie dem Waldkindergarten Boltersen zugute.
Der Ortsbrandmeister sprach allen Kameradinnen und Kameraden seinen herzlichen Dank für das geleistete Engagement aus. Besonders würdigte er drei von ihnen, die sich im vergangenen Jahr in besonderer Weise eingebracht haben, und überreichte ihnen als Anerkennung ein Präsent.
Einen besonders hohen Stellenwert hatte auch die Jugendarbeit in der Feuerwehr Boltersen. Neben den regelmäßigen Diensten nahmen die derzeit überwiegend jüngeren Mitglieder der Jugendfeuerwehr am Samtgemeinde- und Kreiszeltlager sowie an O-Märschen teil, die Kinderfeuerwehrmitglieder am Wintervergleichs-wettbewerb. Zudem führten die jüngsten Mitglieder das Projekt „Wir sind wichtig“ durch und benannten sich in „Löschrabauken Boltersen“ um.
Der Ortsbrandmeister beförderte Anita Deeg (abwesend) und Nadine Mölder zu Oberfeuerwehrfrauen sowie Emily Montanus zur Hauptfeuerwehrfrau.
Kreisbrandmeister Matthias Lanius, Gemeindebrandmeister Arne Westphal und Samtgemeindebürgermeister Laars Gerstenkorn informierten über aktuelle Themen und sprachen den Einsatzkräften Dank und Anerkennung aus.
Folgende Ehrungen wurden vom Kreisbrandmeister vorgenommen:
Björn Schröder: Ehrennadel in Silber des Landesfeuerwehrverbandes Niedersachsen.
Diana Fechner-Schröder: Niedersächsisches Feuerwehr Ehrenzeichen für 25 Jahre aktive Dienstzeit.
Dirk Zieseniss (abwesend): Niedersächsisches Feuerwehr Ehrenzeichen für 40 Jahre aktive Dienstzeit.
Peter Gürtler: Abzeichen des Landesfeuerwehrverband Niedersachsen für 60-jährige Mitgliedschaft.
Anschließend wurden die Kameraden Cord-Peter Keul und Gerd Hagemann aus der Einsatzabteilung in die Alters- und Ehrenabteilung verabschiedet, jedoch nicht, bevor der Ortsbrandmeister beide Kameraden mit einer ausführlichen Laudatio für ihre langjährigen Verdienste würdigte und ihnen ein Präsent überreichte. Beide waren 1971 Gründungsmitglieder der Jugendfeuerwehr, traten 1976 bzw. 1977 in die Einsatzabteilung über und engagierten sich seither in besonderem Maße in der Ortswehr. Cord-Peter Keul prägte über viele Jahre die Jugendarbeit als Jugendfeuerwehrwart und stellvertretender Kreisjugendfeuerwehrwart, bekleidete zudem zeitweise das Amt des stellvertretenden Ortsbrandmeisters. Gerd Hagemann engagierte sich unter anderem als stellvertretender Jugendfeuerwehrwart sowie später als stellvertretender Ortsbrandmeister und Gruppenführer. Mit großem, langanhaltendem Applaus verabschiedete die Versammlung die beiden Kameraden aus dem aktiven Dienst.
Die Versammlung klang mit einem gemeinsamen Essen kameradschaftlich aus.
Text und Foto: Natascha Brassat, stellv. Pressesprecherin Feuerwehren Samtgemeinde Scharnebeck